«Es gibt nichts, was so unspannend wÄre, dass man es nicht spannend fotografieren kÖnnte.»

Nach diesem Motto blickt Andreas Müller bereits seit über 25 Jahren durch die Linsen seiner Kameras. Im Laufe der Zeit hat sich sein Auge verstärkt auf die Schönheiten der Industriekultur im Revier eingeschossen. Technische Details, auch im normalerweise verborgenen Makrobereich, lockt er mit seinem Talent an Ruhe und Ausdauer aus dem Schattendasein und bringt sie aus ungewöhnlichen Perspektiven ans Licht.

Insbesondere der Herausforderung, die faszinierenden Augenblicke der Nacht festzuhalten, stellt sich Müller immer wieder aufs Neue. Seien es die optischen Widersprüche der Architektur, seien es die schummrigen Bars, in denen er gekonnt die musikalische Stimmung auf der Bühne in den Porträts der Musiker einfängt. 2008 verfeinerte er bei den mehrfach ausgezeichneten Photographen Guido Karp und Sascha Hüttenhain seine Fertigkeiten bei einem Workshop zum Thema «Beauty und Akt».

Andreas Müller, geboren am 18. März 1970 in Dortmund, ist eigentlich gelernter Elektroinstallateur und Programmierer für SPS-Anlagen. Nach einer Umschulung zum Werbekaufmann stieg er 1997 als Redaktionsassistent bei der PR-Agentur idea Kommunikation in Dortmund und Frankfurt ein, wo er sich autodidaktisch zum Editorial- und Magazindesigner weiterbildete und -entwickelte. Seit 2002 zeichnet er als Art Director für diverse Printperiodika und den Kundenzeitschriftenbereich der Agentur verantwortlich.

Foto: Steffen Schulte-Lippern